Aus dem Fasnachtsfüerer

Guido Jacopino – vom Fasnächtler zum «TV-Star» im Tessin

fasnachtsfuerer
Das SRF-Kommentatoren-Team vom Luzerner Fasnachtsumzug. Die Tessinner Kommentatoren Fabrizio Casati (3. von Links) und Guido Jacopino im pinken Oberteil.

Die Luzerner Fasnacht hat schon viele Bühnen erobert – nun sogar das Tessiner Fernsehen. Mittendrin: Guido Jacopino. Normalerweise steht er mitten im Fasnachtstrubel, 2025 sass er aber mit Kopfhörer und Mikrofon auf dem Kommentatorenplatz – live im Tessiner Fernsehen.

Die Luzerner Fasnacht hat schon viele Bühnen erobert – nun sogar das Tessiner Fernsehen. Mittendrin: Guido Jacopino. Normalerweise steht er mitten im Fasnachtstrubel, 2025 sass er aber mit Kopfhörer und Mikrofon auf dem Kommentatorenplatz – live im Tessiner Fernsehen.

Schuld daran ist Vereinigte-Präsident Roby Marty. Als das Tessiner Fernsehen jemanden suchte, der sich mit Fasnacht auskennt und Italienisch spricht, war der Weg schnell klar: «Frag den Guido!» Gesagt, getan – und schon sass Jacopino auf dem Kommentatorenstuhl.

Übersetzen mit Stolperfallen
Die Vorbereitung hatte es in sich. Jacopino: «Am meisten Kopfzerbrechen machten mir die vielen Fasnachtsausdrücke», erzählt er – was manchmal ganz schön knifflig war.

«Wie übersetzt beziehungsweise erklärt man einem Tessiner rüüdigi Fasnacht, Fötzeliräge oder Plakette?» Nicht alles liess sich elegant ins Italienische packen  –  manchmal half nur Improvisation. Jacopinos Ziel war klar: den Zuschauenden im Tessin die Luzerner Fasnacht so nah wie möglich zu bringen. «So viel erklären, wie nötig – aber nicht mit Worten zudecken. Kurz, knackig und wenn möglich mit Pointe. Denn Fasnacht muss vor allem Freude machen.»

Nervosität – und ein beruhigender Partner
Am Mikrofon war die Aufregung gross. «Ich wusste nicht, ob mich die Tessiner überhaupt verstehen würden. Ich rede sonst fast nie auf Italienisch über Fasnacht.» Zum Glück sass neben ihm Fabrizio Casati, der erfahrene Radiomann aus dem Tessin. «Er hat mich super unterstützt. Am Anfang war ich nervös, aber mit jeder Minute wurden wir mehr zum Dream-Team. Fast wie ein Schluck Holdrio vor dem Umzug.»

Feedback – und Selbstkritik
Die Rückmeldungen kamen direkt nach der Sendung. Casati und seine Mitarbeiterin Sabrina Pavan lobten ihn und meldeten: «Den Tessinern hat’s gefallen!» Jacopino fiel ein grosser Stein vom Herzen.

Für die Zukunft will er vor allem am flüssigen Italienisch feilen. «So wenig Grammatikfehler wie möglich – und so viele Fasnachtsausdrücke wie möglich auswendig lernen. Ich will nicht jedes Mal ins Wörterbuch gucken müssen.»

Die Einladung fürs nächste Mal hat er schon. Und die Vorfreude? Riesig. «Ich freue mich enorm auf 2026 – und bin auch stolz, dass man mich wieder angefragt hat. Diesmal weiss ich schon, wie es abläuft.» Guido Jacopino – bereits ein alter Hase im TV-Business.