Herbstserie 2025: Die Jubilare stellen sich vor
Hydra Guggemusig Lozärn – Sit 1971 nöm wäg z’dänke
vereinigte
Das Jahr 1971 war sehr ereignisreich. In diesem Jahr wurde das Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene eingeführt und die Eishockey Weltmeisterschaft fand in der Schweiz statt. Wahrlich ein wichtiges Jahr für die Schweiz und noch wichtiger für die Luzerner Fasnacht. Die Hydra Guggemusig Lozärn erblickte am 31. August 1971 um 20:17 Uhr im legendären, leider verstummten Restaurant Merkur die Welt der Fasnacht.
Dank des beruflichen Umfeldes eines Mitgründers hatte die Hydra zu Beginn einen sehr starken Bezug zur Migros. In ihren Räumlichkeiten des ehemaligen «Do it yourself» Center in Dierikon wurde geprobt und gebastelt. Ob der hohe Frauenanteil mit dem Frauenstimmrecht oder mit dem Bezug zur Migros zu tun hatte, kann heute nicht mehr eruiert werden. Jedoch verbrieft und bis heute diesem Umstand geschuldet, sind die Proben am Sonntag-Abend. Der Ehemann war an diesem Abend sicher zuhause, um zu den Kindern zu schauen.

Im Laufe der Jahre hat es die Hydra Guggemusig immer wieder geschafft, sich den Interessen der Mitglieder und den Veränderungen der Lozärner Fasnacht anzupassen. In früheren Jahren, dem damaligen Zeitgeist entsprechend als Grossmusig, mit zahlreichen Teilnahmen an den verschiedensten Umzügen und grossen Platzkonzerten.
Heute bereichert die Hydra Guggemusig mit rund 25 Aktiven Guggern und mit ihrem beliebten Guggersound und den aufwändigen Sujets die rüüdigen Tage vor allem mit Auftritten in den traditionellen Altstadtbeizen und mit ausgewählten Platzkonzerten. Dabei legt sie besonders Wert auf ein abwechslungsreiches Repertoire, stilvolle Arrangements und eine ausgewogene Besetzung. Als eine der wenigen Musigen verfügt die Hydra Guggemusig noch über ein stattliches Saxophon Register.

Nach über 50 Jahren in welchem das Logo mehr einem Wurm oder einem Drachen glich, war es 2025 so weit: Endlich ziert wieder eine mehrköpfige Schlange unser Logo, ganz im Namen der griechischen Mythologie der Hydra.

Unter der Leitung von Nicole Felder, Präsidentin und Shane Amrhein, Tamburmajor begehen wir 2026 unser 55-jähriges Jubiläum. Das Sujet ist gewählt, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ab Oktober trifft sich der durchmischte Haufen wieder zum Proben. Alle freuen sich schon jetzt auf die neuen Gassenhauer und bald geht’s auf zum Baumstellen und Urknall. Wir wünschen allen weiterhin eine gute Vorbereitung für die schönste Jahreszeit und eine rüüdig verreckte Fasnacht 2026!