Komisch-Fritig-Gesellschaft

Unfasnächtlichstes Schaufenster der Luzerner Fasnacht: Confiserie Sprüngli erhält Schmähpreis

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Die Komisch-Fritig-Gesellschaft vor der Luzerner Sprüngli-Filiale. / Bild: Bruno Gisi / luzerner.com

Während draussen Guuggenmusig-Klänge und Konfetti die Luzerner Altstadt dominieren, sorgt ein augenzwinkernder Preis jedes Jahr für leise Kontraste: Der «Lätt Göggu» prämiert das wohl unfasnächtlichste Schaufenster der Stadt – und 2026 trifft es ausgerechnet eine traditionsreiche Confiserie am Schoggi Platz.

Wenn die Altstadt in bunten Farben der Fasnacht erstrahlt, sucht die Komisch-Fritig-Gesellschaft Lozärn am Freitag zwischen dem «Schmotzige Donnschtig» und dem «Rüüdige Samschtig» bewusst nach dem Gegenteil: dem unfasnächtlichsten Schaufenster des Jahres. Mit dem augenzwinkernden Negativpreis «Lätt Göggu» zeichnet sie jedes Jahr jene Auslage aus, die während der fünften Jahreszeit besonders wenig Kreativität zeigt.

Nachdem im vergangenen Jahr Magic X die Auszeichnung erhielt, stand 2026 erneut die Frage im Raum, wer sich diesmal den begehrten – oder besser gesagt berüchtigten – Titel sichert. Die Wahl fiel auf die Confiserie Sprüngli am Schoggi Platz (Falkenplatz). Das Traditionshaus, vor 190 Jahren in Zürich gegründet und seit 2023 auch in Luzern präsent, überzeugte die Jury mit einer bewusst schlicht wirkenden Präsentation, die im fasnächtlichen Trubel fast schon demonstrativ zurückhaltend wirkte.

Die Verkaufsmannschaft nahm den «Lätt Göggu» mit viel Humor entgegen und sorgte damit für gute Stimmung am Schoggi Platz. Eine Impression vom Freitagnachmittag zeigte nicht nur die Preisübergabe, sondern auch das typische Treiben rund um die Altstadt – inklusive dem obligaten Abstecher ins Warenhaus Manor, der für viele Fasnachtsbesucher längst zum Ritual gehört.

Der «Lätt-Göggu» wird an die Sprüngli-Mitarbeitenden übergeben. / Bild: Bruno Gisi / luzerner.com